Geschichte

1884

Vereinsgründung in Berlin (Vereinszimmer des Restaurants Lingner in Berlin-Mitte, Kochstraße 7) als historisch-landeskundlich ausgerichteter „Touristen-Club für die Mark Brandenburg“ mit gleichzeitigem Aufbau von Bibliothek und Archiv (27. Mai)

1885

Beginn fotografischer Dokumentation auf den Exkursionen

Erstmalige Ernennung eines Ehrenmitglieds (Wilhelm Lackowitz, 13. Jan.)

Erste Vortragsveranstaltung (im Kleinen Saal des Vereinslokals Restaurant Lingner in Berlin-Mitte, Kochstraße 7): Franz Tismar spricht über Hans Kohlhase (17. Febr.)

1887

Herausgabe einer vom Vereinsmitglied Wilhelm Pütz verfassten gedruckten Publikation „Grundzüge der Kartographie“ als Handreichung für das Kartenlesen auf Exkursionen

1889

Herausgabe des ersten gedruckten Bibliothekskataloges (Neuausgaben 1892, 1897, 1903)

1892

Gründung der Vereinszeitschrift „Mittheilungen“ (ab 1900 „Monatsblätter“, ab 1949 „Mitteilungsblatt“) (1. Jan.)

1892–1895

Bearbeitung und Herausgabe von fünf Bänden „Fontane’s Führer durch die Umgegend von Berlin“

1895

Schaffung von Wegebezeichnungen im Grunewald

Verbreitung der „Monatsblätter“ als Abonnementszeitschrift über den Mitgliederkreis hinaus (ab 1. Jan.)

Ernennung Theodor Fontanes zum Ehrenmitglied als Ehrung „des geistigen Begründers unsers Clubs“ (3. Febr.)

1897

Änderung der Schreibweise „Touristenclub“ in „Touristenklub“ (März)

Herausgabe eines vom Vereinsmitglied Fritz Eichberg (1864–1918) bearbeiteten „Märkischen Liederbuches“

1900–1910

Herausgabe von Nachweisen „Märkischer Sommerfrischen“ in 7 Auflagen

1909

Umzug in das Lehrervereinshaus (Vereinshaus des Berliner Lehrer-Vereins) am Alexanderplatz (Alexanderstraße 4) in Berlin-Mitte (23. April erste Sitzung)

Stiftungsfest im „Hotel Imperial“ am Enckeplatz 4 in Berlin-Kreuzberg (5. Juni); Herausgabe einer Festschrift

1910

Spendenaufruf des Vereins für die Herrichtung des Grabes von Willibald Alexis in Arnstadt in Thüringen (29. Juni 1910; Einweihung unter Beteiligung des Vereins am 29. Juni 1911)

Willibald-Alexis-Abend im Großen Saal des Lehrervereinshauses am Alexanderplatz in Berlin-Mitte (26. Okt.)

1911

Schaffung der von dem Künstler Paul Matzdorf (1864–1930) gestalteten Fontane-Plakette für Verdienste um den Verein (27. Mai erstmalige Verleihung)

1920

Gedächtnisfeier zum 100. Geburtstag Theodor Fontanes im Weißen Saal des Lehrervereinshauses am Alexanderplatz in Berlin-Mitte (2. Jan.)

1920–1924

Vorübergehende Einstellung der „Monatsblätter“ aus finanziellen Gründen (Inflation)

1922

Festsitzung im Saal des Großen Militärwaisenhauses in Potsdam anlässlich der 1000. Wanderung (29. Okt.)

1923

Umzug in das Landeshaus der Provinz Brandenburg in Berlin-Tiergarten, Matthäikirchstraße 20/21, auf Einladung des Landesdirektors der Provinz Brandenburg Dr. Joachim von Winterfeldt-Menkin (erster Vortrag 6. Juli)

1924

40. Stiftungsfest in der Gaststätte „Zum Markgrafen“ in Potsdam, Alte Luisenstraße 71 (25. Mai)

1932

Goethe-Gedenkfeier anlässlich des 100. Todestages im Landeshaus der Provinz Brandenburg in Berlin-Tiergarten, Matthäikirchstraße 20/21 (11. März

1934

50. Stiftungsfest im Blauen Saal des Gasthauses Wetteborn in Berlin-Tiergarten, Linkstraße 2 (2. Juni)

1935

Umbenennung in „Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg“ anlässlich der drohenden „Gleichschaltung“ mit Wanderverbänden (11. März)

1938

Fontanefeier der Vereinigung (Gedenkabend zum 40. Todestag) im Landeshaus der Provinz Brandenburg in Berlin-Tiergarten (23. Sept.)

1939

Umzug der Bibliothek in das Verwaltungsgebäude der Feuersozietät der Provinz Brandenburg in Berlin-Tiergarten, Am Karlsbad 4, Raum 319, auf Einladung des Generaldirektors Peter-Fritz Mengel (Sept.); bis zur Kriegszerstörung des Saales 1943 zugleich neuer Veranstaltungsort für die Vorträge (ab 6. Okt.)

1940

Übernahme der testamentarischen Schenkung (Bibliothek und Sammlung) des am 8. März verstorbenen 2. Vorsitzenden Adolf Nagel (1867–1940)

Verleihung der Fontane-Plakette der Vereinigung an den Landesdirektor der Provinz Brandenburg Dr. Joachim von Winterfeldt-Menkin (24. Mai)

1943

Kriegszerstörung des Veranstaltungssaales im Verwaltungsgebäude der Feuersozietät der Provinz Brandenburg in Berlin-Tiergarten, Am Karlsbad 4; bis 1946 Nutzung wechselnder Säle in Berliner Museen, Institutsgebäuden und Gaststätten

1944

Kriegsbedingte Einstellung der Monatsblätter ab August

1945

Einstellung der Vereinstätigkeit von Mai bis September

1946–1949

Inoffizielle Fortsetzung der Veranstaltungstätigkeit als „Freunde der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg“

1947

Antrag an die Alliierte Kommandantur auf Fortsetzung (Wiederzulassung) der Vereinigung (Mai; erneut im März 1949)

1949

Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (19. Jan.)

Wechsel des Veranstaltungsortes für die öffentlichen Vorträge (bis 1955): Lesesaal der Stadtbücherei Schöneberg in Berlin-Schöneberg, Ebersstraße 9 (ab 28. Mai)

Wiederzulassung als unpolitische Organisation im Stadtgebiet von Groß-Berlin unter dem alten Vereinsnamen durch Befehl BK/O (49) 122 der Alliierten Kommandantur Berlin (16. Juni), damit zugleich Bestätigung der Rechte am Eigentum der bisherigen Vereinigung

Gründung des Mitteilungsblattes als Fortsetzung der Monatsblätter (1. Sept.)

1950

Gründung des Jahrbuchs für brandenburgische Landesgeschichte als wissenschaftliche Fachzeitschrift mit Aufsätzen und Rezensionen

1952

Verhinderung regelmäßiger Exkursionen nach Brandenburg durch Abriegelung West-Berlins vom Umland (nur noch auf Einladung der „Natur- und Heimatfreunde“ im Kulturbund) (1. Juni)

1952–1953

Herausgabe einer ersten Schriftenreihe (Wohlberedts Berliner Grabstätten-Verzeichnisse)

1954

Abschluss eines Vertrages mit dem Land Berlin über die Unterbringung der Vereinsbibliothek in der Amerika-Gedenkbibliothek/Berliner Zentralbibliothek in Berlin-Kreuzberg, Am Blücherplatz (10. Dez.; Umzug dorthin 30. Dez.)

1955

Wechsel des Veranstaltungsortes für die öffentlichen Vorträge (bis 1983): Auditorium der Amerika-Gedenkbibliothek/Berliner Zentralbibliothek in Berlin-Kreuzberg, Am Blücherplatz (ab 21. Jan.)

Zulassung von Frauen als Ordentliche Mitglieder (bis dahin nur als Fördernde Mitglieder) (1. Mai)

1959

75-Jahrfeier mit Festsitzung im Saal des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller in Berlin-Charlottenburg, Fasanenstraße 83 (30. Mai)

Beginn einer mehrjährigen Folge von Studienfahrten, vornehmlich in westdeutsche Gebiete und in das Ausland als Ausgleich für die für West-Berliner unmöglich gewordenen Tagesfahrten nach Brandenburg

1961

Trennung der in Ost-Berlin und der DDR lebenden Mitglieder vom Vereinsleben durch den Mauerbau (13. Aug.). Einige Mitgliedschaften bestehen aber teilweise bis 1989 fort, persönliche Kontakte werden weiterhin zahlreich gepflegt, später unter anderem bei den Veranstaltungen des „Nicolai-Kreises“ in Berlin-Mitte, der inoffiziell als Ost-Berliner Gruppe der Vereinigung verstanden wird.

1962

Beteiligung der Vereinigung an der West-Berliner Gründung des „Vereins der Freunde und Förderer des Berlin Museums“

1964

Feier des 80-jährigen Bestehens der Vereinigung mit einem Ausflug zur Pfaueninsel (30. Mai); hierbei Übergabe eines anschließend im Gewächshaus großgezogenen und 1965 im Rosengarten auf der Pfaueninsel eingepflanzten Urweltmammutbaumes (Chinesisches Rotholz / Metasequoia glyptostroboides Cheng und
Hu) an die Pfaueninselverwaltung, der der Vereinigung als Jubiläumsgruß der „Natur- und Heimatfreunde Potsdam“ geschenkt worden war (Gedenktafel im Rosengarten 2016 erneuert)

1969–1970

Ausstellung zum 150. Geburtstag Theodor Fontanes in der Amerika-Gedenkbibliothek/Berliner Zentralbibliothek (AGB) in Berlin-Kreuzberg mit deren Unterstützung (28. Okt. 1969 – 3. Jan. 1970), Herausgabe eines Kataloges
Widmung des Jahrbuch-Bandes 20 (1969) als Festschrift „Theodor Fontane zum 150. Geburtstag“

1973

Wiederaufnahme der Studienfahrten in die Mark Brandenburg nach dem Grundlagenvertrag (Jan.)

1976

Erste Studienfahrt in das Nachbarland Polen (26. bis 30. Mai)

1982

Testamentarische Vererbung eines Legats für Erhalt und Vermehrung der Vereinsbibliothek durch das frühere Vorstandsmitglied Dr. Heinz Gebhardt (1906–1982)

1983

Wechsel des Veranstaltungsortes für die öffentlichen Vorträge (bis 1996): Simon-Bolivar-Saal der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Tiergarten, Potsdamer Straße 33 (ab 14. Okt.)

1984

100-Jahrfeier mit Festakt im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek, Potsdamer Straße (25. Mai); Herausgabe einer Festschrift

1985

Verleihung der „Eichendorff-Plakette“ an die Vereinigung durch den Bundespräsidenten (23. Nov. 1984 Urkunde ausgefertigt, überreicht 25. Jan. 1985)

1989/90

Beseitigung der jahrelangen Hemmnisse im Vereinsleben durch Mauerfall und Wiedervereinigung

1990

Publikation einer ersten Beständeübersicht des Vereinsarchivs

1993

Tagung „Geschichte und Geschichtswissenschft in Potsdam“ anlässlich der Tausendjahrfeier Potsdams im Landtagsgebäude auf dem Brauhausberg in Potsdam unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten (17. April); Publikation der Beiträge in dem als Festschrift zur Tausendjahrfeier der Stadt Potsdam „Potsdam – Brandenburg – Preußen“ herausgebenen Band 44 des Jahrbuchs

1995

Überleitung des 1954 geschlossenen Vertrages der Vereinigung mit dem Land Berlin auf die am 1. Oktober 1995 gegründete Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin nach § 10 des Gesetzes über deren Errichtung (GVBl. 1995, S. 624)

Gemeinsames Kolloquium der Vereinigung und des Landtages Brandenburg „Fünf Jahre Bundesland Brandenburg – Ein neues altes Land“ im Landtagsgebäude auf dem Brauhausberg in Potsdam unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten (28. Okt.); Druck der Beiträge in den Schriften des Landtages Brandenburg, Heft 2/1996

1996

Umzug von Bibliothek und Archiv in die Berliner Stadtbibliothek in Berlin-Mitte, Breite Straße 30–36 (März/April) auf der Basis des 1954 mit dem Land Berlin geschlossenen und 1995 auf die Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin übergeleiteten Vertrages;
Verlegung des Veranstaltungsortes für die öffentlichen Vorträge in den Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek (26. Sept.);
Beginn der elektronischen Katalogisierung in der Vereinsbibliothek (28. Nov.)

1996–2000

Gemeinsame Vortragsabende mit der Brandenburgischen Gesellschaft für Landesgeschichte und Denkmalpflege unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Landtages Brandenburg in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam (SLB)

1998

Testamentarische Vererbung eines Legats für Erhalt und Vermehrung der Vereinsbibliothek durch das frühere Bibliotheksausschuss-Mitglied Agathe Meinecke (1907–1998)

Gemeinsames Kolloquium „Theodor Fontane in Polen“ mit der Polsko-Niemieckie Stowarzyszenie Educatio Pro Europa Viadrina, Vietz (Witnica) in Schloss Tamsel (Dabroszyn) (16. Mai)

2000

Ernennung des Schriftstellers Günter de Bruyn (1926–2020) zum Ehrenmitglied (9. März), der bereits 1991 ordentliches Mitglied geworden war

2001

Erstmalige Ernennung eines Korrespondierenden Mitglieds (Zbigniew Czarnuch, 27. Jan.)

2007

Start der ersten Internetseite der Vereinigung

Bereitstellung des Bibliothekskataloges auf der eigenen Internetseite sowie über die Online-Verbundkataloge KOBV und KVK

Gemeinsame Tagung „Von Burgen, Städten und Rolanden“ anlässlich der Entstehung der Mark Brandenburg vor 850 Jahren mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Historischen Kommission e.V. (BrHiko) unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Landtages Brandenburg im HBPG in Potsdam (9. Juni)

2008

Beginn des Versandes von Rundmails an die Mitglieder mit Veranstaltungshinweisen und weiteren Informationen

Gemeinsame Weiterbildungsveranstaltung „Quo vadis Landesgeschichte?“ mit dem Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. im Lesesaal der Vereinsbibliothek in Berlin-Mitte (3. März)

Abschluss einer gegenseitigen Mitgliedschaft mit dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. (FAK) (März)

Gründung des interdisziplinären Landesgeschichtlichen Forschungscolloquiums als Fortführung des Doktorandencolloquiums von Prof. Dr. Winfried Schich (ehemals Lehrstuhl für Landesgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin) im Lesesaal der Vereinsbibliothek (Beginn 22. April)

Abschluss eines Kooperationsvertrages mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam (29. Sept.)

2009

Beginn der Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin bei gemeinsamen Veranstaltungen; seitdem zugleich Durchführung der Jahresmitgliederversammlung im Hoffmann-Saal des Märkischen Museums in Berlin-Mitte (erstmals 6. Febr.)

125-Jahrfeier in Verbindung mit dem 36. Tag der Landesgeschichte im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße (15.–17. Mai); Herausgabe einer Festschrift, einer neuen Beständeübersicht des Vereinsarchivs und zugleich Wiederbegründung der Schriftenreihe (Neue Folge)

2011

Online-Stellung von Digitalisaten der ersten 20 Jahrgänge des Jahrbuchs: Bd. 1 (1950) bis Bd. 20 (1969) auf dem Dokumentenserver der Vereinigung (Anf. 2011)

Partner beim Gründungstreffen des Bürgerforums Historische Mitte Berlin (seit 2013 Bürgerforum Berlin e.V.) im Collegium Hungaricum in Berlin-Mitte, Dorotheenstraße 12 (6. Febr.) und seitdem dessen Unterstützer

Beitritt zum Freundeskreis der Zentral- und Landesbibliothek Berlin e.V. (21. März)

2012

Abschluss eines Kooperationsvertrages über wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Brandenburgischen Historischen Kommission e.V. (BrHiko), dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum (BLDAM), dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv (BLHA), dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gGmbH (HBPG), dem Historischen Institut der Universität Potsdam und der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V. (30. Mai)

Verleihung des Brandenburgischen Archivpreises 2012 an die Vereinigung durch den Landesverband Brandenburg des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (13. Sept.)

2013

Beginn der Kooperation mit dem Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv e.V. (BBWA) auf der Basis einer gegenseitigen Mitgliedschaft; seitdem gemeinsame Veranstaltung brandenburgischer Industriekulturabende

2017

Laufende Aufnahme der Rubrik Buchbesprechungen des Jahrbuchs in die Online-Rezensionsplattform für die Landesgeschichte recensio.regio, beginnend mit Band 67 (2016)

2020

Aufnahme der digitalisierten Graphiksammlung des Vereinsarchivs in das Online-Portal museum-digital:berlin durch ein im Rahmen des „Förderprogramms Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes“ der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördertes Projekt