Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg

Veranstaltungen

Führungen/Besichtigungen: Stadtführungen, Parkführungen, Ausstellungs- und Museumsbesuche, Kirchenführungen, teils gesondert, teils in Wanderungen einbezogen Wanderungen durch das Land Brandenburg und angrenzende Gebiete, meist verbunden mit Besichtigungen, Führungen u.s.w.

Studienfahrten in entlegenere Gebiete sowie in Nachbarländer und -regionen (meist eintägige Busfahrten).

Öffentliche Vorträge aus allen Themenbereichen der Historischen Landeskunde Brandenburgs; mit Ausnahme einer Sommerpause meist zweimal monatlich jeweils donnerstags 19.00 Uhr im "Berlin-Saal" der Berliner Stadtbibliothek in Berlin-Mitte, Breite Straße 36.

Kolloquien: Thematisch begrenzte Tagungen mit Vorträgen ausgewählter Fachleute (so z.B. zur Geschichte Potsdams anläßlich der Tausendjahrfeier 1993 im Landtag Brandenburg und 1995 zur Geschichte des Landes Brandenburg am selben Ort), in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte/Universität Potsdam 2008.

Mit Ausnahme der öffentlichen Vorträge ist die Teilnahme an allen anderen Veranstaltungen (Führungen, Fahrten, Wanderungen etc.) den Mitgliedern vorbehalten. Gäste sind jedoch stets willkommen.

Eine vollständige Übesicht über die seit 1885 veranstalteten Vorträge der Landesgeschichtlichen Vereinigung ist im Band "Die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg in Vergangenheit und Gegenwart" erschienen und findet sich in anderem Layout auch hier als PDF-Datei. Ebenso finden sich in diesem Band ein Verzeichnis der Tagungen (hier als PDF) und der Studienfahrten (hier als PDF).



Veranstaltungen Juni bis September 2017



Sonntag, 11. Juni 2017
Schlicht protestantisch. Die sechs Dorfkirchen im Bezirk Reinickendorf

Ausstellungbesuch im Museum Reinickendorf
Treffen: 11.30 Uhr vor dem Museum, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin. ÖPNV: S 1 Bhf Hermsdorf, ca. 1 km Fußweg; Bus 220 Haltestelle Almutstraße. Eintritt frei. Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch ist eine Besichtigung der Dorfkirche Hermsdorf in der Almutstraße vorgesehen. – Organisation, Auskünfte und verbindliche Anmeldungen: Gerhard Weiduschat, E-Mail: g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt) oder Tel. 0177 200 29 02. Begrenzte Teilnehmerzahl: 20 Personen.
Die sechs Dörfer Reinickendorfs – Heiligensee, Hermsdorf, Lübars, Reinickendorf, Tegel, Wittenau (Dalldorf) – entstanden während des mittelalterlichen Landesausbaus im 12. Jh., nachdem die Askanier die Vorherrschaft in Brandenburg erkämpft hatten. Der Mittelpunkt des Dorfes war den Kirchen und dem Friedhof vorbehalten. Fachwerkbauten wurden im Zuge der Dorfentwicklung durch solidere Gotteshäuser aus Stein ersetzt. Einen entscheidenden Einfluss auf die Ausgestaltung der Kirchen und damit auf das dörfliche Leben hatte die Reformation, die von Kurfürst Joachim II. eingeführt wurde. 1540 begann die reformatorische Umgestaltung der Kirchen durch Visitationen. Seitdem sind die alten Dorfkirchen Reinickendorfs protestantisch. Die wenigen geretteten Holzplastiken von Heiligen aus der Zeit vor der Reformation haben als kostbare Kunstgegenstände ihren Platz gefunden. Mithilfe von Fotos, Zeichnungen, Gemälden, Stadtplänen und einzelnen sakralen Gegenständen beleuchtet die Ausstellung den geschichtlichen Hintergrund der Reformation und stellt den kulturellen Wert der Dorfkirchen umfassend dar.

 

 

Freitag, 16. Juni 2017
Fahrzeuge aus Ludwigsfelde

Ein Abend zur Industriekultur in Berlin-Brandenburg
Beginn: 18.00 Uhr im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam. ÖPNV: Regionalbahn/S-Bahn bis Potsdam Hbf, von dort 5 Minuten Fußweg oder mit Bus oder Straßenbahn bis Haltestelle Alter Markt/Landtag.
Vortragende: Ines Krause, Leiterin des Stadt- und Technikmuseums Ludwigsfelde; Manfred Blumenthal, Freunde der Industriegeschichte Ludwigsfelde e.V. Moderation: Björn Berghausen, Geschäftsführer des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs e.V. Anschließend gemeinsamer Ausklang des Abends mit Imbiss und Getränken.
Mit dem Veranstaltungsformat „Industriekulturabend“ soll das Interesse an der Wirtschaftsgeschichte und Industriekultur geweckt und wachgehalten werden. Der thematische Fokus liegt auf der wechselseitigen Beziehung von Unternehmen, Unternehmerpersönlichkeiten und deren Branchen zu dem Standort, an dem sie agieren: der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Die Automobilwerke Ludwigsfelde wurden am 1. März 1952 in Ludwigsfelde (Brandenburg) als VEB Industriewerke Ludwigsfelde gegründet. Später waren sie innerhalb des Industrieverbands Fahrzeugbau (IFA) der DDR die Stammwerke der Nutzfahrzeugproduktion. Heute gehört das Werk zur Daimler AG und ist das drittgrößte Transporter-Montagewerk des Unternehmens.
Veranstaltung des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchivs in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.

 

 

Sonnabend, 24. Juni 2017
Berliner Randwanderung – Blankenfelde, Berlins „letztes“ Dorf

Besichtigung des Botanischen Volksparks, anschließend Wanderung nach Blankenfelde (ca. 2 km) mit Dorfbegehung und Besuch der Dauerausstellung über die Geschichte des Gutes Blankenfelde und seiner Rieselfelder im historischen Gutshaus
Leitung: Dr. Felix Escher, Ingrid Klaß.
Treffen: 11.00 Uhr Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow, 13159 Berlin, Blankenfelder Chaussee 5. – Auskünfte und Informationen: Ingrid Klaß neu Tel. 03303-40 86 96 oder E-Mail ingridklasz@web.de; um Anmeldung wird gebeten.
ÖPNV: Ab S-/U-Bhf Pankow mit der Tram M 1 (Richtung Niederschönhausen/Schillerstr) oder ab S-/U-Bhf Wittenau mit Bus 124 (Richtung Aubertstr./Buchholz-West) bis Haltestelle Nordend; weiter mit Bus 107 (Richtung S-Hermsdorf) bis Botanischer Volkspark (20 Min.-Takt). Möglichkeit zu einem Mittags-Imbiss im Café Steckenpferd in Blankenfelde.
Der Botanische Volkspark wurde 1910 als Hauptschulgarten für den Berliner Norden errichtet. Zu seinen Hauptattraktionen zählen die beiden Turmgewächshäuser und die vom Gesundbrunnen nach Blankenfelde gewanderte „geologische Wand“. Blankenfelde ist noch heute der am dünnsten besiedelte Ortsteil des Bezirks Pankow und ist wieder von Feldern, Wiesen und naturnahem Gelände umgeben, was nicht immer der Fall war. Bis 1920 gehörte das Dorf zum Kreis Niederbarnim, 1882 hatte die Stadt Berlin das Gut erworben und dort ein Rieselgut eingerichtet. Das Gutshaus diente zeitweise als städtische Lungenheilstätte. Noch zu DDR-Zeiten wurden die Rieselfelder durch die Inbetriebnahme von Klärwerken stillgelegt und es begannen erste Aufforstungen. Die Geschichte des 1375 erstmals erwähnten Bauerndorfes, von Stadtgut, Kirche und Freiwilliger Feuerwehr wie auch heutige Lebensperspektiven der Einwohner werden bei der Dorfbesichtigung erläutert.

 

 

Sonnabend, 8. Juli 2017
Seehausen und Prenzlau

Fahrrad-Exkursion in die Uckermark
Leitung: Ralf Gebuhr.
Treffen: 9.48 Uhr mit Fahrrädern am Bhf Warnitz. Verkehrsverbindung: RE 3 (Richtung Stralsund) ab Berlin Hbf (tief) 8.17 Uhr, ab Gesundbrunnen 8.24 Uhr Rückfahrt ab Bhf Prenzlau 16.01 Uhr (bzw. 18.01 Uhr), Ankunft Berlin Hbf 17.48 Uhr (bzw. 19.48 Uhr).
Anmeldung erforderlich: E-Mail info@ralf-gebuhr.de (bevorzugt) oder Tel. 0178 196 38 93. Begrenzte Teilnehmerzahl: 15 Personen
Entlang des Ober- und des Unteruckersees führt die Tour von Warnitz nach Prenzlau. Im Mittelpunkt steht das ehemalige Kloster Seehausen, dessen Standort aufgesucht wird. Seit 1984 finden an der in der Reformationszeit vernichteten Klosteranlage umfangreiche archäologische Untersuchungen statt. Viele archäologische Funde bewahrt das Kulturhistorische Museum im Dominikanerkloster Prenzlau. Dort wird eine archäologische Sonderführung zu diesen Funden durch Dr. Katrin Frey den Höhepunkt der Exkursion bilden. Die Route von insgesamt 25 km Länge führt über ausgebaute Radwege und wenig befahrene Straßen. Mittagessen ist in Prenzlau vor dem Besuch des Kulturhistorischen Museums im Dominikanerkloster vorgesehen. Für den Exkursions-Reader wird ein Unkostenbeitrag von € 1,- erhoben, die Führung im Dominikanerkloster kostet € 3,-.

 

 

Sonnabend, 15. Juli 2017
„Bürger – Pfarrer – Professoren. Studientag zu Schätzen aus der Marienkirche in Frankfurt (Oder)“

Zweite Veranstaltung im Rahmen der Studientagsreihe „Reformation im Blick. Orte und Zeugnisse in Brandenburg“
Orte: St. Gertraud, Gertraudenplatz 6; St. Marien, Oberkirchplatz 1; Museum Viadrina, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11; alle 15230 Frankfurt (Oder).
Beginn 10.00 Uhr, Ende gegen 18.30 Uhr. – Anfragen und Auskünfte: Evang. Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus, Tel.: 0335-38 72 80 10 oder Eigenbetrieb Kulturbetriebe der Stadt Frankfurt (Oder), Tel. 0335 55 37 83 41.
Die Reformation entfaltet bis heute vielfältige Wirkungen und scheint uns zugleich weit entfernt. Eine Brücke über die Zeit schlagen Kunst und Baudenkmäler. Genau betrachtet, erzählen sie vieles: welche Rolle Brandenburg im vielstimmigen Prozess der Reformation spielte, wie die Zeitgenossen dies wahrnahmen, an was sie glaubten, wie sie handelten, wie sehr die Vorgänge des 16. Jahrhunderts und ihre Folgen das Bild der brandenburgischen Städte und Dörfer geprägt haben. Anlässlich der Ausstellung „Bürger – Pfarrer – Professoren“ findet eine Tagung statt, bei der die beteiligten Fachleute neue Ergebnisse zum Bau und der hochrangigen Ausstattung der Marienkirche vorstellen. Im Rahmen der anschließenden Besichtigung der Marienkirche und der Führung durch die Ausstellung ist eine Diskussion an ausgewählten Originalen vorgesehen. Siehe auch www.Reformationsjubilaeum-Frankfurt-Oder.de

 

 

Sonnabend, 22. Juli 2017
Kurfürstin Elisabeth

Eine Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau
Führung: Andrea Theissen, Ralf Gebuhr
Treffen: 11.00 Uhr am Tor der Zitadelle Spandau. Dauer ca. 1,5 Stunden. Kosten: € 4,50, ermäßigt € 2,50.
Anmeldung erforderlich: E-Mail info@ralf-gebuhr.de (bevorzugt) oder Tel. 0178 196 38 93. Begrenzte Teilnehmerzahl von 15 Personen
Die brandenburgische Kurfürstin Elisabeth von Dänemark (1485–1555) verließ in der Reformationszeit ihren Ehemann, den Kurfürsten Joachim I., und verbrachte viele Jahre im sächsischen Exil. Nach dem Tode ihres Mannes wurde 1545 die Burg Spandau zu ihrem Witwensitz. Das Stadtgeschichtliche Museum Spandau widmet ihr eine Ausstellung. Die Leiterin des Stadtgeschichtlichen Museums, Andrea Theissen, wird gemeinsam mit Ralf Gebuhr im Rahmen einer Sonderführung die Ausstellung vorstellen.

 

 

Sonntag, 30. Juli 2017
Wanderung über die Stolper Heide zum Landschaftsschutzgebiet Briesetal

Führung: Bernd Kopplin.
Treffen: 10:00 Uhr S-Bhf Hennigsdorf (S 25), Bahnhofsvorplatz.
Die Wanderung führt über den Oder-Havel Kanal zum Wasserwerk Stolpe und weiter bis zur Havelbaude am Ufer der Havel. Das Briesetal wird vielfach als schönstes Bachtal im nördlichen Umland bezeichnet. Entlang einer Wiesenlandschaft führt der Weg dann weiter zum Oberlauf der Briese. Bei einer in der Vergangenheit durchgeführten Briesetalwanderung war dieses Stück des Briesetalwegs noch nicht durchgehend erschlossen. Über den Ortsteil Birkenwerder geht es weiter zum Boddensee und dann zum Endpunkt, dem S-Bhf Birkenwerder.

 

 

Sonnabend, 5. August 2017
Ein avantgardistisches Wagnis

Die Kirche St. Augustinus im Prenzlauer Berg
Führung: Dr. Lotte Gewehr.
Treffen: 12.00 Uhr vor der Kirche, Dänenstraße 17/18. Verkehrsverbindung: bis S- oder U-Bhf Schönhauser Allee, anschließend ca. 600 m Fußweg. Kosten: keine. Dauer: ca. 90 Min.
Die Kirche ist ein Denkmal des Spätexpressionismus (geweiht 1928) im Norden Berlins und ein Gesamtkunstwerk als Klinkerverblendbau, entstanden in langjähriger Zusammenarbeit des Pfarrers Dr. Carl Pelz, der fast 50 Jahre Pfarrer der Gemeinde St. Augustinus war, mit dem Architekten Josef Bachem, Expressionist und Sympathisant des Dessauer Bauhauses mit Walter Gropius als Leiter. An der Innenraumgestaltung war maßgeblich der Münchner Bildhauer Otto Hitzberger beteiligt.

 

 

Sonnabend, 26. August 2017
Die keramische Geschichte Veltens vereint an einem Ort: Ofen- und Keramik-Museum sowie Hedwig-Bollhagen-Museum

Besichtigung der beiden Museen mit Führung, anschließend kleiner Ortsspaziergang.
Leitung: Ingrid Klaß.
Treffen: 13.15 Uhr Ofen-und-Keramik-Museum, Wilhelmstr. 32/33, 16727 Velten. – Beginn der Führung: 13.30 Uhr; Kosten: € 8-, ermäßigt € 7,50. – ÖPNV: S 25 bis Hennigsdorf, von dort weiter mit RB 6 ab 12.52, an Velten 12.57 Uhr, 500 m Fußweg bis zum Museum. – Auskünfte und Informationen: Ingrid Klaß, neu Tel. 03303-40 86 96, E-Mail: ingridklasz@web.de. Um Anmeldung wird gebeten, da begrenzte Teilnehmerzahl (25).
Das bereits 1905 gegründete Ofen und Keramikmuseum Velten zeigt am authentischen Standort anhand von Kachel- und Eisenöfen sowie Ofenmodellen die Kulturgeschichte der Wärmespender. Zudem gibt es einen Einblick in die Keramik der Region, die u. a. durch die Keramikerin Hedwig Bollhagen (1907–2001), eine herausragende Vertreterin der Bauhaus-Philosophie des schlichten und zeitlos schönen Gebrauchsgeschirrs mit ihrer Werkstatt im nahen Marwitz, maßgeblich geprägt wurde. Ihrem keramischen Nachlass, der auf der Liste des Nationalen Kulturgutes steht, ist ein eigenes Museum gewidmet. Der Aufenthalt in Velten endet mit einem kleinen Spaziergang im Stadtzentrum.

 

 

Sonnabend, 9. September 2017
Zwischen Pfarrhaus und Ratssaal – Die Reformation im Amt Mühlberg

Besuch der Ausstellung in Mühlberg/Elbe, am Nachmittag Stadtführung
Treffen: 9.15 Uhr Berlin Hbf, vor „Einstein Kaffee“, Nähe Eingang Europaplatz. Verkehrsverbindung: RE 3 in Richtung Elsterwerda-Biehla, Berlin Hbf (tief) ab 9.31 Uhr, weitere Zustiegsmöglichkeiten Potsdamer Platz ab 9.35, Südkreuz 9.40, Lichterfelde Ost 9.45, Falkenberg (Elster) an 11.11 Uhr. Weiterfahrt mit Bus 536 bis Mühlberg/Elbe, Busbahnhof an 11.52 Uhr. VBB Abo65plus und Berlin-Brandenburg-Ticket gültig bis Mühlberg. Rückkehr nach Berlin gegen 20.30 Uhr. – Kosten: Ausstellung mit Führung € 3,- p. P., Stadtführung € 5,- p. P. Einkehr ist vorgesehen. – Organisation, Auskünfte und verbindliche Anmeldungen bis 1. September: Gerhard Weiduschat, E-Mail: g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt) oder Tel. 0177 200 29 02. Teilnehmerzahl: mindestens 15, maximal 25 Personen.
Das 2015 neu eröffnete „Museum Mühlberg 1547“ blickt mit einer Sonderausstellung zum 500. Jubiläum der Reformation auf das Glaubens- und Alltagsleben der Mühlberger zurück. 1539/40 nahmen sie, mehr oder weniger durch amtliche Verordnung, den neuen Glauben an. Mühlberg gehörte damals zum albertinischen Sachsen, wo Herzog Heinrich der Fromme die Reformation einführte. Die Ausstellung befasst sich jedoch nicht nur mit der Reformationszeit, sondern fragt auch, wie sich das christliche Alltagsleben über die Jahrhunderte entwickelte. – Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Mühlberg, das zuvor dem preußischen Regierungsbezirk Merseburg angehörte, Teil des neu gegründeten Landes Sachsen-Anhalt. 1952 folgte im Rahmen der DDR-Verwaltungsreform die Zuordnung zum Bezirk Cottbus. Der amtliche Name der Stadt lautete bis 1990 Mühlberg (Elbe). Mit der Wiedervereinigung 1990 kam Mühlberg mit dem Bezirk Cottbus zum Land Brandenburg. 1992 wurde Mühlberg in die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg aufgenommen. Zum 21. Juli 1992 wurde das Amt Mühlberg/Elbe gebildet.

 

 

Donnerstag, 14. September 2017
Jüdische Friedhöfe in Berlin und Brandenburg

Vortrag: Anke Geißler-Grünberg (Berlin).
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte.
Jüdische Friedhöfe sind in vielen Orten die einzigen augenfälligen Zeugen deutsch-jüdischer Kulturgeschichte. Sie erzählen über das Lebens von Einzelnen, vom Schicksal der Gemeinden ebenso wie über den unterschiedlichen und schwierigen Umgang der Nachgeborenen mit diesem Erbe. Heute sind von den über 60 noch nachweisbaren Friedhöfen in der Region Berlin-Brandenburg nur wenige nicht zerstört. Einzigartig ist indes der größte aktive jüdische Friedhof Europas, der in Berlin-Weißensee seit der Einweihung mehr als 115.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte bot. Auch wenn uns manche Inschriften unmittelbar anrühren, so lassen sich genealogische, kulturelle sowie soziale Zusammenhänge und Entwicklungen oft erst durch geduldiges Befragen dieser geschichtlichen Quellen erschließen. Im Vortrag werden einzelne Friedhöfe vorgestellt sowie unterschiedliche Projekte, die sich ihrer dokumentarischen Erschließung widmen.

 

 

Sonnabend, 16. September 2017
Abenteuer Ortsgeschichte – Darsikow/bei Netzeband, Ostprignitz

Privates Engagement zur Sicherung, Erhaltung und Nutzung des kulturellen Erbes in einem sehr kleinen Ort
Organisation: Ingrid Klaß. Führung: Frau Sibille Podorf, Verein Kleine Kirche Darsikow e.V.
Treffen: 10.45 Uhr Bhf Netzeband. – Anreise: Mit RE 6 ab Hennigsdorf 9.51 Uhr (mit S 25 nach Hennigsdorf, 20 Min.-Takt), an Netzeband 10.39 Uhr. Mit Pkw über BAB 24, Abfahrt Herzsprung Richtung Neuruppin (L 18). Vom Bahnhof 3,75 km Fußweg nach Darsikow, nach der Besichtigung auf gleichem Weg zurück. – Begrenzte Teilnehmerzahl (30 Personen), Anmeldung und weitere Auskünfte: Ingrid Klaß, neu Tel. 03303-40 86 96 oder ingridklasz@web.de.
2016 wurde im Rahmen des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege im Land Brandenburg ein Sonderpreis für die Erhaltung der Kapelle Darsikow vergeben. Dem Verein Kleine Kirche Darsikow e.V. gelang es, die schon aufgegebene Kapelle zu einem Ort der Einkehr, der Kultur und des gemeinschaftlichen Feierns zu machen. Dieses kleine Wunder vollbrachte – so die Berliner Zeitung – ein „Zehn-Seelen-Dorf“! Das „Kirchlein“ gehört zu den wenigen sakralen Zentralbauten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Region und ist ein seltenes Beispiel einer Gutskapelle aus jener Zeit und heute für bestes bürgerschaftliches Engagement zur Rettung von kulturellem Erbe. Wie das gelingen konnte, wird uns von Frau Lange und Frau Podorf erzählt. Der uns zugesicherte ortstypische Imbiss wird ferner dazu beitragen, diesen Besuch für jeden Besucher unvergesslich zu machen.

 

 

Sonnabend, 30. September 2017
Schloss und Schlosskapelle Torgau

Führung: Dirk Schumann M.A. und Dr. Fritz Wochnik.
Treffen: 12.30 Uhr Schlosshof Torgau, Ende gegen 17.30 Uhr. Kosten: noch unbekannt. Verkehrsverbindungen: z. B. Berlin Hbf ab 9.35 Uhr, Cottbus an 10.59, ab 11.05 in Richtung Leipzig, Torgau an 12.11 Uhr oder Berlin-Lichtenberg ab 9.53 Uhr, Calau (Nl) an 11.14, ab 11.22 in Richtung Leipzig, Torgau an 12.11 Uhr. Vom Bahnhof Torgau zum Schloss ca. 17 Min. Fußweg.
Rechtzeitig zum Reformationsjubiläum 2017 sind auch die Sanierungsarbeiten am Schloss Hartenfels in Torgau abgeschlossen und die Anlage zeigt sich den Besuchern von ihrer besten Seite. Schließlich kann das Schloss auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken, davon auf fast ein Jahrhundert als preußische Kaserne. Doch der bedeutendere Teil seiner Geschichte liegt im Umbau zum Renaissanceschloss, das zum Vorbild für den Umbau des Berliner Schlosses wurde und dessen neuen Schlosskapelle Martin Luther am 5. Oktober 1544 persönlich weihte. Der evangelische Bauherr Johann Friedrich I. von Sachsen ließ seine Wohnräume, die nun dem Besucher wieder offenstehen, mit direkter Verbindung zur Kapelle errichten. Viele der während der Sanierung freigelegten Befunde wurden sichtbar belassen und künden vom hohen Anspruch der Architektur und ihrer Ausstattung, die mit Namen wie Arnold von Westphalen und Lucas Cranach verbunden sind. Neben dem Bau und der Kapelle wird auch die kleine Sonderausstellung Schlossgeschichten besichtigt und der Ausflug mit einem Besuch im Schlosscafé abgerundet.

 

 

Vorankündigung

Sonnabend, 14. Oktober 2017
Märkische Wasserstraßen (4): Der Schlaubekanal

Wanderleiter: Eckart Böhringer.
Streckenlänge: etwa 25 km, Geschwindigkeit: etwa 5,0 km/h
Treffpunkt: 6.45 Uhr Bhf Berlin Ostbahnhof (Abfahrbahnsteig Ri. Frankfurt/O.) oder im Zug. – Start: 8.02 Uhr Bhf. Müllrose. – Ziel: 17.19 Uhr Bhf Kraftwerk Finkenheerd. – Anmeldung: für Gruppenfahrschein (BBT) bis 11. 10. 2017 – bitte über eckart.boehringer@arcor.de (oder individueller Fahrschein z. B. Ticket 65+ – bei Anmeldung bitte angeben!). Teilnehmerbeitrag: € 1,-.
Wanderroute: Müllrose – Kaisermühl – Groß Lindow – Finkenheerd – Brieskow. Rucksackverpflegung, evtl. Imbissgastronomie am Wege.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Chorin 1904

Chorin 1904

Möglin 1930

Möglin 1930

Rüdersdorf 1941

Rüdersdorf 1941

Berlin-Lichtenrade 1951

Berlin-Lichtenrade 1951

Stölln 1979

Stölln 1979

Heiligengrabe 2001

Heiligengrabe 2001

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