Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg

Veranstaltungen

Führungen/Besichtigungen: Stadtführungen, Parkführungen, Ausstellungs- und Museumsbesuche, Kirchenführungen, teils gesondert, teils in Wanderungen einbezogen Wanderungen durch das Land Brandenburg und angrenzende Gebiete, meist verbunden mit Besichtigungen, Führungen u.s.w.

Studienfahrten in entlegenere Gebiete sowie in Nachbarländer und -regionen (meist eintägige Busfahrten).

Öffentliche Vorträge aus allen Themenbereichen der Historischen Landeskunde Brandenburgs; mit Ausnahme einer Sommerpause meist zweimal monatlich jeweils donnerstags 19.00 Uhr im "Berlin-Saal" der Berliner Stadtbibliothek in Berlin-Mitte, Breite Straße 36.

Kolloquien: Thematisch begrenzte Tagungen mit Vorträgen ausgewählter Fachleute (so z.B. zur Geschichte Potsdams anläßlich der Tausendjahrfeier 1993 im Landtag Brandenburg und 1995 zur Geschichte des Landes Brandenburg am selben Ort), in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte/Universität Potsdam 2008.

Mit Ausnahme der öffentlichen Vorträge ist die Teilnahme an allen anderen Veranstaltungen (Führungen, Fahrten, Wanderungen etc.) den Mitgliedern vorbehalten. Gäste sind jedoch stets willkommen.

Eine vollständige Übesicht über die seit 1885 veranstalteten Vorträge der Landesgeschichtlichen Vereinigung ist im Band "Die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg in Vergangenheit und Gegenwart" erschienen und findet sich in anderem Layout auch hier als PDF-Datei. Ebenso finden sich in diesem Band ein Verzeichnis der Tagungen (hier als PDF) und der Studienfahrten (hier als PDF).



Veranstaltungen Februar bis Mai 2017



Mittwoch, 8. Februar 2017
Das Kammergericht in Berlin

Führung: Annette Gabriel. - Organisation: Bernd Kopplin.
Beginn: 15.00 Uhr. Ort: Elßholzstr. 30-31, 10781 Berlin, Zugang von der Elßholzstraße oder durch den Kleistpark von der Potsdamer Straße. ÖPNV: U7 Kleistpark, Bus 204 Winterfeldtplatz, jeweils mit kurzem Fußweg. - Anmeldungen: Tel. 030-401 93 84 oder E-Mail: BuM.Kopplin@t-online.de. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte Personalausweise mitbringen!
Das Kammergericht ist das höchste Berliner Gericht in Zivil- und Strafsachen. In seiner wechselvollen Geschichte, (das Gebäude wurde am 13.September 1913 seiner Bestimmung übergeben) war es ab August1944 Tagungsort des Volksgerichthofes im Dritten Reich und nach 1945 Sitz des Alliierten Kontrollrates für Deutschaland. Hier wurde auch am 3. September 1971 im Plenarsaal das Viermächteabkommen über Berlin unterzeichnet. Ab Februar 1991 konnte das Kammergericht wieder das Gebäude übernehmen.

 

 

Donnerstag, 9. Februar 2017
Louis Drucker. Der vergnügte Weinhändler und die 1848er Revolution

Vortrag: Dr. Hans-Jürgen Paech (Potsdam).
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte.
Ab 1837 machte ein Louis Drucker als Restaurateur mit lustigen Annoncen und amüsanten Veranstaltungen in Berlin auf seine vergnügte Weinhandlung aufmerksam. In dieser Zeit trug er schon politische Witze vor, z. B. auch über Friedrich Wilhelm III. Oder er nahm andere politische Größen aufs Korn. Zur Hochform lief er nach der Märzrevolution 1848 auf, als er selbst General Wrangel massiv kritisierte. Daraufhin musste er untertauchen, erreichte aber nach zwei Wochen eine Audienz bei Wrangel. Danach durfte er seine Vergnügte Weinhandlung wieder öffnen und meldete sich auf seine Weise zurück: er sei von der Badereise zurück. Er war damals ein Berliner Original und deutschlandweit bekannt. 1849 musste er emigrieren und nahm sich 1860 in St. Louis das Leben. Heutzutage ist er fast vergessen. Er hat aber würdiges Erinnern verdient.

 

 

[Freitag, 10. und Sonnabend, 11. Februar 2017
Bayerisch-tschechische Landesausstellung "Karl IV."]

[Zweitagesfahrt nach Nürnberg]
V e r s c h o b e n
auf 3./4. März 2017 (siehe unten!)

 

 

Freitag, 17. Februar 2017
Brandenburg an der Havel: Ausstellung „Gebrannte Erde“ und Häuser der Altstadt

Leitung: Dr. Marcus Cante und Dirk Schumann M.A.
Treffpunkte: 10.15 Uhr im Foyer des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg im Paulikloster, Neustädtische Heidestraße 28; am Nachmittag um 14.00 Uhr vor dem Haus Plauer Straße 6. - Anreise: Von Berlin nach Brandenburg bestehen zweimal stündlich Verbindungen mit dem Regionalexpress (RE 1). Beim Kauf einer Tageskarte ist auch der ÖPNV in Brandenburg benutzbar. Abfahrt u.a. Berlin-Ostbhf 8.59, Berlin-Alexanderplatz 9.03, Berlin-Hbf (oben) 9.11, Berlin-Zoo 9.17, Berlin-Wannsee 9.30 Uhr. Ankunft Brandenburg an der Havel Hbf 9.57 Uhr. Rückfahrt ab Brandenburg Hbf 15.00, 15.25, 16.00, 16.25 Uhr usw. - Eine verbindliche Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskünfte: Dr. Marcus Cante, Tel. 030-323 11 68 oder E-Mail: marcuscante@yahoo.de.
Immer wieder Brandenburg! Auch 2017 wollen wir die Havelstadt besuchen. Anlass ist diesmal die aktuelle Sonderausstellung „Gebrannte Erde“ im Archäologischen Landesmuseum Paulikloster (an der die beiden Exkursionsleiter beteiligt waren). Thematisiert wird die Herstellung von Ziegeln und die Verwendung als Baumaterial von der Antike bis zur Gegenwart. Schwerpunkte bilden das Mittelalter und das 19. Jahrhundert.
Nach individueller Mittagspause wollen wir zwei der interessantesten Häuser der Altstadt besichtigen. Sie wurden kürzlich durch die Stadt saniert und sind normalerweise nicht öffentlich zugänglich. Das „Gotische Haus“ in der Ritterstraße 86 ist eines der wenigen mittelalterlichen Steinhäuser, die in der Mark erhalten blieben. Ein in der Region seltenes Juwel des Jugendstils ist das vom bekannten Architekten Bruno Möhring 1901-02 gestaltete Haus des Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann in der Plauer Straße 6.

 

 

Sonnabend, 25. Februar 2017
Jahresmitgliederversammlung
der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.

10.00 Uhr („Vorprogramm“:) Führung durch das Märkische Museum, Dauer ca. 1 Std. Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen zu den Führungen erforderlich bis 16. Februar 2017! Kontakt: Dr. Peter Bahl, Tel. 030-753 99 98, E-Mail bahl_peter@yahoo.de
11.30 Uhr Beginn der Mitgliederversammlung im selben Haus (Anmeldung nicht erforderlich). Kurz zuvor wird den Anwesenden der neuerschienene Band 67 (2016) des Jahrbuchs für brandenburgische Landesgeschichte ausgehändigt. (Der restliche Versand an die Mitglieder erfolgt ab 27. 2. 2017.) Der Direktor des Stadtmuseum Berlin und Chefkurator des Landes Berlin im Humboldt-Forum, Herr Paul Spies, wird uns um 11.30 Uhr im Ludwig-Hoffmann-Saal begrüßen.
Im Anschluss an die Versammlung besteht voraussichtlich die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Imbiss im Museumscafé.
Ort: Märkisches Museum der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin-Mitte. ÖPNV: U2, Bus 147, 165, 265 Märkisches Museum; U8, S5, S7, S75 Jannowitzbrücke.

 

 

Freitag, 3. und Sonnabend, 4. März 2017
Bayerisch-tschechische Landesausstellung "Karl IV."

Zweitagesfahrt nach Nürnberg
Organisation: Gerhard Weiduschat (Berlin)
Programm: Treffen am Freitag, 8.15 Uhr Berlin Hbf., Bahnfahrt 2. Klasse nach Nürnberg (ICE), Besuch der Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum mit Führung. Sonnabend: Bahnfahrt nach Lauf a. d. Pegnitz. Führung durch die Kaiserburg mit dem um 1360 entstandenen Wappensaal; Besuch des „Memoriums Nürnberger Prozesse“ mit Führung; Rückfahrt nach Berlin. Ankunft gegen 22.30 Uhr.
Kosten: ca. € 160,-, abhängig von der Teilnehmerzahl und dem schwankenden Gruppenpreis für die Bahnfahrt, mind. 15, max. 25 Personen. Leistungen: 1 Übernachtung mit Frühstück, zwei Mittagessen, alle Eintritte und Führungen sowie alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. - Verbindliche, nur schriftliche Anmeldungen erforderlich bis einschließlich 20. Februar 2017 per E-Mail an g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt), Fax 030-41 50 86 85 oder Briefpost an G.W., Engelmannweg 71, 13403 Berlin, unter Hinzufügung eines adressierten und mit € 0,70 frankierten Briefumschlages. Auskünfte: 0177 200 29 02.
Anknüpfend an die Ausstellungsbesuche unserer Vereinigung zu Karl IV. in Potsdam und Brandenburg an der Havel am 17. September 2016 soll nun die Aufmerksamkeit auf das große bilaterale Ausstellungsprojekt zu diesem Herrscher gelenkt werden. Zu betrachten ist laut Ausstellungsflyer eine kritische Würdigung der Herrscherpersönlichkeit Karls IV., seines Herrschaftskonzepts, seiner Bedeutung für die Residenzstädte Prag und Nürnberg sowie seiner künstlerischen Repräsentation. Einen thematischen Schwerpunkt bildet die Rezeption Karls IV. auf böhmischer und deutscher Seite, die bis heute jeweils sehr unterschiedliche Sichtweisen zeigt. Seit 1356 ließ Karl IV. in Lauf an der Stelle der zerstörten Vorgängerburg einen Neubau errichten. Eine Führung durch die Burg soll die Eindrücke der Ausstellung ergänzen. – Im Schwurgerichtssaal des Nürnberger Justizpalastes wurde Weltgeschichte geschrieben. Vom 20. November 1945 bis 1. Oktober 1946 mussten sich hier führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes vor einem internationalen Gericht für ihre Taten verantworten. Der Besichtigung des Gerichtssaals schließt sich eine Führung durch die Begleitausstellung an.

 

 

Sonntag, 5. März 2017
Enthüllt – Berlin und seine Denkmäler

Führung durch die Dauerausstellung in der Zitadelle Spandau mit Andrea Theissen, Kulturamts- und Museumsleiterin, und Carola Mann, Projektleiterin der Ausstellung
Treffen: 14.00 Uhr, Eingang Zitadelle Spandau. ÖPNV: U7, X33 Zitadelle. - Kosten: Eintritt € 4,50 bzw. € 3,50 für Gruppen ab 10 Personen, zusätzlich Kosten - abhängig von der Teilnehmerzahl - für die Führung.
Organisation und Auskünfte: Ingrid Klaß, Tel. 030-65 32 29 53 oder ingridklasz@web.de
Politische Denkmäler sind historische Zeugnisse und wurden zur Machtdemonstration errichtet. Sie sollten Identifikation schaffen und Fixpunkte der Erinnerung setzen, bargen aber oftmals auch Konfliktstoff in sich. Dies geschah und geschieht, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse sich änderten. Dies lässt sich besonders gut in Berlin nachvollziehen. Hier stehen nur noch wenige Denkmäler an ihrem ursprünglichen Ort, viele wurden versetzt, in Depots verbannt, beschädigt, vergraben oder zerstört. Die Ausstellung beleuchtet anhand von Originaldenkmälern die Entwicklung der Berliner Denkmallandschaft von ihren Anfängen im 18. Jh. bis zum Ende des 20. Jhs. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Kunstausstellung mit einer besonderen Sicht auf die Denkmäler.

 

 

Donnerstag, 9. März 2017
Europäische Kulturhauptstadt 2016: Wrocław/Breslau. Ein Rückblick

Eine Gesprächsrunde mit Dr. Maciej Łagiewski, Direktor des Städtischen Museums Breslau/Muzeum Miejskie Wrocławia, N.N., Büro Wrocław 2016 ESK, und Dr. Konrad Vanja (Ansbach), ehem. Direktor des Museums Europäischer Kulturen PK.
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte.
Aus der Programmbroschüre zum Kulturhauptstadtjahr: „Wir streben danach, dass die Stadt sich mit der Kultur und durch die Kultur entwickelt. Die europäische kulturelle Vielfalt in den Maßnahmen des Kultursektors bereitwillig betont wird. Organisationen aus Wrocław und Partner aus Polen und Europa die Zusammenarbeit im kulturellen Raum enger werden lassen und weiterentwickeln … Der Sektor Kultur hervorragend qualifiziertes Personal bekommt, das vorbereitet ist, lokale und internationale, traditionelle und innovative Kulturprojekte zu leiten, die aktiv die Entwicklung kreativer Industrien fördern. Wir streben danach, dass in Polen und Europa der Wiedererkennungswert von Wrocław und der Region steigt, die Bürgerinnen und Bürger sich des kulturellen Erbes von Niederschlesiens bewusster werden und stolz darauf sein können.“ In der Gesprächsrunde soll u.a. darüber diskutiert werden, ob diese Bestrebungen, auch mit dem Blick die deutschen Nachbarregionen Schlesiens, erfolgreich waren.
Gefördert durch die Kulturreferentin für Schlesien und die Deutsche-Polnische Gesellschaft Berlin e.V. Eine gemeinsame Veranstaltung der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V. und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

 

 

Sonnabend, 18. März 2017
Spreeaufwärts nach Fürstenwalde (Märkische Wasserstraßen II)

Leitung: Eckart Böhringer.
Wanderstrecke ca. 25 km. Treffen: 7.30 Uhr Berlin-Ostbhf. Abfahrt RE 1 in Richtung Frankfurt (Oder) um 7.34 Uhr, an Fürstenwalde 8.12 Uhr. Rückfahrt: 15.50 Uhr ab Fürstenwalde. Anmeldung für Gruppenfahrschein bis 15. 3. 2017 per E-Mail: eckart.boehringer@arcor.de oder Tel. 030-54 37 89 53 oder eigener Fahrschein von und nach Fürstenwalde. - Teilnehmerbetrag: € 1,- Rucksackverpflegung, evtl. Imbiß am Wege.
Einer Tradition der Landesgeschichtlichen Vereinigung folgend, sollen in den kommenden Jahren thematische Fußwanderungen im Gebiet der Mark Brandenburg angeboten werden. Thema sollen die ‚Märkischen Wasserstraßen‘ sein (schiffbare oder flößbare natürliche Gewässer, Schifffahrtskanäle und Floßgräben). Geplant sind etwa vier Wanderungen pro Jahr zu interessanten Zielen an der Spree, Dahme, Havel, Oder, Warthe, Finow, Rhin und den sie verbindenden Wasserstraßen. Es wird „sportlich“ gewandert, mit Streckenlängen jeweils zwischen 20 und 25 km und einer Wandergeschwindigkeit um 5 km/h. Wir werden umweltfreundlich mit Bahn und Bus anreisen. Begonnen wurde am 17. Januar 2017 mit einer Wanderung durch Berlin und Charlottenburg.
Eine Veranstaltung des Wandersportvereins Rotation Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V.

 

 

Sonntag, 26. März 2017
Entlang der Panke V

Führung: Bernd Kopplin.
Wanderstrecke ca. 6 km. - Treffen: 10.00 Uhr, U-/S-Bhf Wedding (U6, S41, S42, Bus 120, 247, M27), unter der S-Bahn-Brücke Müllerstraße. - Auskünfte: Tel. 030-401 93 84.
Nachdem wir bei der letzten Tour die "neue" Mündung der Panke in den Schönhauser Graben am Nordhafen erreicht haben, wollen wir nun dem vergessenen ursprünglichen Lauf der Panke (Südpanke) – soweit sichtbar – durch "Mitte" bis zur alten Mündung am Schiffbauerdamm folgen. Mit dem Mauerbau verlor die Südpanke ihren Anschluß an den Oberlauf und damit ihren ständigen Zufluss. Sie wurde nur noch durch Regenwassereinleitungen gespeist. Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie beschloss der Senat 1992, die Südpanke so weit wie möglich als offenes Fließgewässer wiederherzustellen. Zwischen 1995 und 2006 wurden 483m des insgesamt 2456m langen Altarms der Südpanke freigelegt und mit einem begleitenden Uferweg versehen. Die Führung endet am U-Bhf. bzw. S-Bhf. Friedrichstraße.

 

 

Donnerstag, 6. April 2017
25 Jahre Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg

Vortrag: Prof. Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg (Brandenburg a. d. Havel)
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte.
Die Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg wurde vom Justizminister mit Wirkung vom 1.9.1991 in Potsdam errichtet. Mit Wirkung vom 1.9.1993 erfolgte die Verlegung des Dienstsitzes nach Brandenburg an der Havel im Hinblick auf die mit dem Übergang von der Gerichtsstruktur der DDR auf die mit dem Gerichtsverfassungsgesetz verbundene Errichtung des Brandenburgischen Oberlandesgerichts am 1.12.1993, weil die Generalstaatsanwaltschaften den Oberlandesgerichten zugeordnet sind. Das Gerichtsverfassungsgesetz verwendet daher die Bezeichnung „Staatsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht“, während die Bezeichnung „Generalstaatsanwaltschaft“ dem Namen des Leiters derartiger Behörden folgt. Die Behörde gliedert sich in zwei Abteilungen und verfügt über etwa 60 Mitarbeiter. Im heutigen Dienstgebäude der Generalstaatsanwaltschaft (Steinstraße 61) befanden sich zuvor das Amtsgericht und davor das Kreisgericht mit der Kreisstaatsanwaltschaft sowie Teile der erhalten gebliebenen Bibliothek des bis Anfang des 19. Jhs. tätigen Brandenburger Schöppenstuhls als höchstes Gericht der Mark Brandenburg, die seit Sommer 1963 in Berlin verwahrt wird. Prof. Rautenberg ist seit dem 1. März 1996 Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg.

 

 

Sonntag, 9. April 2017
„Gedenke Ewiger was uns geschehen …“ Der jüdische Friedhof Berlin-Weißensee

Führung: Reinhard Männe, Stellv. Vorsitzender des Fördervereins Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee.
Treffen: 11.00 Uhr vor dem Haupteingang, Herbert-Baum-Straße 45, 13088 Berlin. ÖPNV: Tram 12, 50, M1, M2, M4, M13, Bus 255 bis Albertinenstraße. - Kosten: € 5,- als Spende zum Erhalt des Friedhofs. - Organisation, Auskünfte und verbindliche Anmeldungen an Gerhard Weiduschat, Tel. 0177 200 29 02 oder E-Mail: g.weiduschat@gmail.com. Begrenzte Teilnehmerzahl: 20 Personen. Männliche Teilnehmer sind gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.
Der größte noch bestehende jüdische Friedhof Europas in Berlin-Weißensee ist ein eindrucksvolles Dokument deutscher Kulturgeschichte und ein Mahnmal für die Zukunft. Auf dem 43 Hektar umfassenden Friedhof haben seit seiner Einweihung im Jahr 1880 über 115.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden, von denen die meisten Berliner waren. Der Friedhof erzählt viele Geschichten von großen Persönlichkeiten und kleinen Leuten. Während dieser Friedhof in Berlin-Weißensee bis heute von den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Berlin als Begräbnisstätte genutzt wird, gibt es für die überwältigende Mehrheit der vor 1945 angelegten Gräber infolge der Auslöschung ganzer Familien während der Schoa keine Kinder und Kindeskinder, die die Grabpflege übernehmen könnten. Es ist daher ein großes Anliegen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, diesen Friedhof zu pflegen und vor dem Verfall zu schützen. Dank der Unterstützung des Landesdenkmalamtes, des Senats von Berlin und anderer Institutionen, der Arbeitsleistungen verschiedener Gruppen und privater Spenden, konnte die Friedhofsverwaltung in den vergangenen 20 Jahren umfangreiche Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten durchführen.

 

 

Sonnabend, 29. April 2017
Kreuzwege. Die Hohenzollern und die Konfessionen 1517-1740

Führung: Antje Nolte M.A. (Berlin)
Treffen: 11.00 Uhr, Schloss Köpenick, Schlosshof, Schloßinsel 1, 12557 Berlin. ÖPNV: Tram 27, 61, 62, 63, 67, 68; Bus 162, 164, 165 Schloßplatz Köpenick. Eintritt: kostenfrei.
Organisation, Auskünfte und Anmeldung (begrenzte Teilnehmerzahl/20): Antje Nolte, anolte@gmx.de, Tel. 030 266 42 22 29 (dienstlich).
Zu keiner Zeit war die Frage des Glaubens eine reine Privatsache. In dem Ausstellungsrundgang werden die unterschiedlichen Haltungen zum Glauben der brandenburgischen-preußischen Herrscherfamilie unter den persönlichen, theologischen und machtpolitischen Aspekten thematisiert. Sie trafen Entscheidungen, die Auswirkungen für ihre Untertanen hatten in Franken, Brandenburg und Preußen. Sie verlangten Toleranz. Doch was genau meinten sie damit? Der Rundgang soll Anregung bieten, um sich über Glaubensfragen und Haltungen gestern und heute auszutauschen.

 

 

Donnerstag, 4. Mai 2017
Das gartenhistorische Erbe der Hauptstadt.
Seine Erhaltung und Pflege - ein Beitrag zur Stadtentwicklung Berlins

Vortrag: Dr. Klaus von Krosigk (Berlin), Gartenbaudirektor im Landesdenkmalamt Berlin i.R.
19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte.
Berlin ist Metropole und Millionenstadt. Zugleich prägen mehr als 2.500 öffentliche Plätze, Gärten und Parkanlagen das Stadtbild und machen Berlin zur grünsten Hauptstadt Europas. Die Geschichte Berlins ist daher auch eine Geschichte der Gartenkunst: Schmuckplätze mit ihren Skulpturen und Pflanzungen bilden die repräsentativen, gartenarchitektonischen Raumelemente. Die Parklandschaften spiegeln die Historie der preußischen Haupt- und Residenzstadt bis in die Gegenwart hinein. Villengärten, Gründerzeit und Siedlungsgrün der frühen Moderne zeigen die Dynamik der wachsenden Metropole. Die Volksparke bringen Licht, Luft und Sonne in die Stadt. Klaus von Krosigk gilt als Begründer der Gartendenkmalpflege in Deutschland. Er hat die grünen Anlagen Berlins seit den 1980er Jahren konsequent in Szene gesetzt und Impulse für die zeitgenössische Landschaftsarchitektur gegeben. Mit dem Werk „Gartenkunst in Berlin“ hat er einen repräsentativen Überblick über das grüne Erbe der Metropole vorgelegt.

 

 

Sonnabend, 6. Mai 2017
Der Waldfriedhof Halbe und die Geschäftsstelle des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Vortrag und Führung: Thomas Gröbel M.A., Stellv. Leiter der Geschäftsstelle.
Organisation: Dietrich König und Mathias Schebera. Auskünfte: Tel. 030-208 17 61 (Schebera).
Treffen: 11.00 Uhr, Halbe, Kirchstr. 6 (Alte Schule; 10 Min. vom Bahnhof entfernt), neben der Kirche. - Anreise: RB 24 Richtung Senftenberg, ab Hohenschönhausen 9.44, Lichtenberg 9.53, Ostkreuz 9.58, Schöneweide 10.06 Uhr, an Halbe 10.36 Uhr. Rückfahrt stündlich zur Minute 20. Aktuellen Fahrplan beachten! - Kosten: nach Möglichkeit eine Spende von € 2,- für den Verein Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Sammelbüchse).
Programm: Besuch der Ausstellung der Deutschen Kriegsgräberfürsorge e.V. mit Film und Vortrag zu den Themen: Kesselschlacht bei Halbe, Kriegsgräberfürsorge in 45 Ländern, Umbettungen heute, Geschichte des Waldfriedhofs Halbe. Anschließend Führung über den nahegelegenen Waldfriedhof mit den Gräbern von 20.000 deutschen Soldaten sowie Zwangsarbeitern, Deserteuren der Wehrmacht, Opfern sowjetischer Lager nach 1945 und Umbettungen aus der jüngsten Vergangenheit.

 

 

Sonnabend, 20. Mai 2016
Damals war's – Das 80. Vereinsjubiläum und die Pfaueninsel

Wanderung (3 km) zur Pfaueninsel und Gartenbesichtigung auf der Insel.
Organisation: Ingrid Klaß, Dr. Felix Escher.
Treffen: 14.00 Uhr Bushaltestelle Pfaueninselchaussee/Königstr. Bus 118, 218, 316. Für Autofahrer: Treffen an der Fähre 15.00 Uhr. - Weitere Informationen: Ingrid Klaß, Tel. 030-65 32 29 53; Dr. Felix Escher, Tel. 030-834 38 84.
Das 80. Vereinsjubiläum (1964) hat eine bleibende Erinnerung auf der Pfaueninsel hinterlassen. Eine Woche vor dem diesjährigen 133. Stiftungstag am 27. Mai wollen wir die Spur aufnehmen und wieder dauerhaft sichtbar machen; anschließend Rundgang durch die Gartenanlagen der Pfaueninsel.

 

 

Sonnabend, 27. Mai 2017
133. Stiftungstag: Bunter Nachmittag in der Bibliothek

Moderation: Dirk Schumann M.A.
14.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Ort: Bibliothek der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg e.V. in der Zentral- und Landesbibliothek, Haus Berliner Stadtbibliothek, Breite Straße 30-36 (Zugang Schlossplatz über den Innenhof), 10178 Berlin-Mitte.
Kontakt: Dirk Schumann M.A., Tel. 0175-243 66 93, E-Mail: ds@backsteinbau.de
Zum fünften Mal soll nun mit dem „Bunten Nachmittag“, diesmal am 133. Gründungstag unserer Vereinigung, die Frühlingsmüdigkeit überwunden und daran erinnert werden, sich ausschließlich auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf das Vereinsleben in der Landesgeschichtlichen Vereinigung, aus dem man so viele Kenntnisse, Energie und Frohsinn auch für den Alltag gewinnen kann. Dieser Nachmittag bietet neben der gemeinsamen Gemütlichkeit bei Kaffee, Tee und Kuchen auch eine Reihe von kleinen Vorträgen und Programmpunkten, die nicht nur interessante Aspekte aus der Geschichte der Vereinigung und der Mark Brandenburg beinhalten, sondern darüber hinaus hoffentlich auch unterhaltsam sind. Neben gestandenen Veteranen werden auch (fast) neue Mitglieder zu Wort (und Bild) kommen. Eine kleine Versteigerung von Kuriositäten und nützlichen Raritäten dient der Förderung weiterer Veranstaltungen. Ideen für Beiträge oder auch Mitwirkung sowie auch Spenden für Preise und Geschenke nehmen die Organisatoren dankend entgegen.

 

 

Vorankündigungen

 

 

Donnerstag, 1. Juni – Montag 5. Juni 2017
Karl IV. – Ein Kaiser in den Lausitzen und Niederschlesien

Organisation: Gerhard Weiduschat
Programm: Besichtigungen und Führungen in Beeskow, Luckau, Zittau, Oybin, Glatz/Kłodzko, Neisse/Nysa, Breslau/Wrocław u.a. (z. B. das Eichendorff-Grab). Kosten: ca. € 500,-, abhängig von der Teilnehmerzahl, mind. 21, max. 35 Personen. Leistungen: Busreise ab/bis Berlin, Vollpension, alle Eintritte und Führungen. Detailliertes Programm ab 15. Januar 2017, Auskünfte und verbindliche, nur schriftliche Anmeldungen bis einschließlich 30. April 2017 per E-Mail bei g.weiduschat@gmail.com (bevorzugt), Fax 030-41 50 86 85 oder Briefpost an G.W., Engelmannweg 71, 13403 Berlin, unter Hinzufügung eines adressierten und mit € 0,70 frankierten Briefumschlages.
Die Exkursion schließt die kleine Veranstaltungsreihe der Landesgeschichtlichen Vereinigung (17. 9. 2016, 10./11. 2. 2017) zum 700. Geburtstag dieses bedeutenden europäischen Herrschers ab. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen-Gesellschaft Berlin e.V.

 

 

Sonnabend, 24. Juni 2017
Berliner Randwanderung - Blankenfelde, Berlins „letztes“ Dorf

Besichtigung des Botanischen Volksparks, anschließend Wanderung nach Blankenfelde (ca. 2 km) mit Dorfbegehung und Besuch der Dauerausstellung über die Geschichte des Gutes Blankenfelde und seiner Rieselfelder im historischen Gutshaus
Leitung: Ingrid Klaß, Dr. Felix Escher
Treffen: 11.00 Uhr, Botanischer Volkspark Pankow, Blankenfelder Chaussee 5, 13158 Berlin, vor dem Haupteingang. ÖPNV: Bus 107(Richtung Schildow), Haltestelle Botanischer Volkspark. Ende ca. 16.00 Uhr. Es besteht u. a. Möglichkeit zu einem Mittags-Imbiss im Café Steckenpferd in Blankenfelde. - Auskünfte und Informationen: Ingrid Klaß, Tel. 030-65 32 29 53 oder ingridklasz@web.de, um Anmeldung wird gebeten.
Der Botanische Volkspark wurde 1910 als Hauptschulgarten für den Berliner Norden errichtet. Zu seinen Hauptattraktionen zählen die beiden Turmgewächshäuser und die vom Gesundbrunnen nach Blankenfelde gewanderte „geologische Wand“. Blankenfelde ist noch heute der am dünnsten besiedelte Ortsteil des Bezirks Pankow und wieder von Feldern, Wiesen und naturnahem Gelände umgeben, was nicht immer der Fall war. Bis 1920 gehörte das Dorf zum Kreis Niederbarnim und war in einen Gemeinde- und einem Gutsbezirk aufgeteilt. 1882 hatte die Stadt Berlin das Gut erworben und dort ein Rieselgut eingerichtet. Das Gutshaus diente zeitweise als städtische Lungenheilstätte. Noch zu DDR-Zeiten wurden die Rieselfelder durch die Inbetriebnahme von Klärwerken stillgelegt und es begannen erste Aufforstungen. Die Geschichte des 1375 erstmals erwähnten Bauerndorfes, von Stadtgut, Kirche und Freiwilliger Feuerwehr wie auch heutige Lebensperspektiven der Einwohner werden bei der Dorfbesichtigung erläutert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Chorin 1904

Chorin 1904

Möglin 1930

Möglin 1930

Rüdersdorf 1941

Rüdersdorf 1941

Berlin-Lichtenrade 1951

Berlin-Lichtenrade 1951

Stölln 1979

Stölln 1979

Heiligengrabe 2001

Heiligengrabe 2001

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